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Wind unter den Flügeln
Leben und Werk des Bildhauers und Grafikers Walter Ibscher

Autor: Alfred Eckert

Verlag: Dr. Herbert Winter, Karlstraße 29, 90763 Fürth, 2006.

Hardcover, Fadenbindung, Leineneinband mit Schutzumschlag, 28 x 21cm, 316 Seiten, 126 s/w, teilweise ganzseitige Abbildungen und einer Karte, Werkverzeichnis, Bibliografie, Register, Preis 29,90 Euro incl. 7 % MwSt. ISBN 3-939490-00-8. Erscheinungsdatum und Buchpräsentation Juni 2006.

Die erste umfassende Biografie des Nürnberger Bildhauers und Grafikers Walter Ibscher. Erstmals wird in dieser Monografie ausführlich die Persönlichkeit des Künstlers aufgezeichnet und eine detaillierte Beschreibung seines Lebens und seines künstlerischen Gesamtwerkes durch Alfred Eckert vorgelegt. Ein gründliches und umfassendes Werkverzeichnis im Anhang katalogisiert das Œuvre des bereits über sechzig Jahre bildhauerisch tätigen Künstlers.

In diesem Buch kommen auch Zeitzeugen zu Wort, die mit dem Bildhauer in freundschaftlichem oder geschäftlichem Kontakt standen oder immer noch stehen, wie beispielsweise Nürnbergs Altoberbürgermeister Ludwig Scholz (†), der Bayerische Innenminister Dr. Günther Beckstein, der Maler Oskar Koller (†) und Professor em. Wilhelm Uhlig.

Walter Ibscher, geboren 1926 im niederschlesischen Laubusch, bearbeitete bereits im Alter von zehn Jahren seine ersten Porträtköpfe aus Gelbsandstein. Im Jahr 1941 folgte ein Studium mit Stipendium an der berühmten Meisterschule für Holzbildhauer in Bad Warmbrunn (Niederschlesien).

Der Lebensweg des jüngsten Sohnes eines niederschlesischen Dorfschmiedemeisters und einer Schneiderin aus Posen war nicht einfach und mit vielen Problemen, Sorgen und Ängsten behaftet. Der Verlust der Heimat, Kriegseinsatz, Gefangenen- und Straflager in Frankreich sind nur einige wichtige Stationen im jungen Leben von Walter Ibscher. Aber auch in scheinbar noch so aussichtslosen und trostlosen Situationen, wie beispielsweise in der Kriegsgefangenschaft, gab ihm seine Kunst Rückhalt und Perspektive.

Nach der Entlassung aus der französischen Gefangenschaft im Jahr 1948 blieb ihm die Rückkehr in seine Heimat nach Niederschlesien durch die politischen Veränderungen nach dem Zweiten Weltkrieg verwehrt. Zwischen 1951 und 1958 studierte er Bildhauerei an der Akademie der Bildenden Künste in Nürnberg bei Professor Hans Wimmer.

Walter Ibscher gilt als einer der vielfältigsten Künstler unserer Zeit. Er ist Bildhauer, Plastiker, Grafiker, Designer, Restaurator und war lange Zeit als Lehrer tätig. Im Bereich der sakralen Kunst wird Ibscher von Kritikern und der Presse schon lange hoch gelobt. Zu seinem herausragendem Hauptwerk im Bereich der Kunst im kirchlichen Raum zählt zweifellos das Bronzeportal „Das Tor der Wahrheit“ (1966/67, 300 x 200 cm) der Auferstehungskirche in Nürnberg-Zerzabelshof.

Die Präsentation seiner Arbeit auf internationalem Parkett verhalf dem Künstler zum internationalen Durchbruch: Ancona (1969), New York (1970), Goethe-Haus New York (1971) und Zürich, Paris, Biarriz, Graz (1972). Im städtischen Raum, vornehmlich in Nürnberg, setzt sich der Bildhauer zum Beispiel mit dem „Das große Rad“ (1975) am Hauptzollamt Nürnberg und der „Kunstoase“ (1989) beim Erweiterungsbau der Georg-Simon-Ohm-Fachhochschule Nürnberg ein Denkmal.

Für sein herausragendes künstlerisches Wirken erhielt der Schlesier zahlreiche hohe internationale Auszeichnungen zuerkannt, wie beispielsweise eine besondere Anerkennung von der Acadamie Française in Paris. Im Jahr 1989 folgte seine Ernennung zum „Professor h.c.“. Am 15. Juli 2004 erhielt er das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland.

Walter Ibschers künstlerisches Anliegen ist die menschliche Figur. In seinen skulpturalen und grafischen Arbeiten stellt er den Menschen in seiner ursprünglichsten Art dar. Sie sind Zeugnisse von fragilem Lebensdasein und ehrfürchtiger Menschlichkeit. Neben einem beachtlichen Porträtschaffen konzentriert sich der Wimmer-Schüler weitgehend auf sakrale Themen und „Liebespaare“.

Zahlreiche Arbeiten des Künstlers befinden sich in privaten und öffentlichen Sammlungen und Museen in siebzehn Ländern auf allen fünf Kontinenten der Erde.

Als einer der „skurrilsten, seltsamsten, bemerkenswertesten, verrücktesten Künstler in Nürnberg“ bezeichnet die Presse Walter Ibscher. Unbestritten zählt Walter Ibscher zu einer der bedeutendsten und vielfältigsten deutschen Künstlerpersönlichkeit nach 1945. Das Buch beschreibt ausführlich die private und künstlerische Vita des Bildhauers und Grafikers und ermöglicht allen Leserinnen und Lesern einen tiefen Einblick in das bemerkenswerte Leben des Walter Ibscher.