13. Juli 1926
Geboren in Laubusch (Kreis Hoyerswerda/Niederschlesien). Vater ist
Wilhelm Ibscher, gelernter Schmiedemeister, (1895–1953). Mutter ist Frieda
Ibscher, geborene Baensch, (1896–1970), gelernte Schneiderin.
 
1930
Die Familie Ibscher zieht nach Reichwaldau, kurze Zeit später Umzug nach
Konradswaldau/Kreis Goldberg (Niederschlesien). Ankauf eines Hauses mit
Schmiede. Hier verbringt Walter Ibscher seine Kindheit und Jugend.
 
1936
Erste Arbeiten in Stein: vier teilweise überlebensgroße Köpfe in von
Gelbsandstein (Adolf Hitler, Otto von Bismarck, Kaiser Wilhelm II. und Paul
Hindenburg).
 
1941-1944
Besuch der Meisterschule für Holzbildhauer in Bad Warmbrunn
(Niederschlesien) mit Stipendium.
 
1942
Meisterschüler bei Direktor Kurt Aschauer.
 
1944
April, Schulabschluss als Meisterschüler mit Auszeichnung an der
Bildhauerschule in Bad Warmbrunn.
Einzug zum Wehrdienst zu den Schönberger Jägern  
(Mährische Schönberg/Sudetenland).
 
1945-1946
Zwangsarbeit bei dem Metzger Eugène Roule in Charmes-s.-Rhône
(Südfrankreich). Einsatz als Metzgergehilfe, Gärtner und
Landwirtschaftshelfer.
 
1946-1948
Sommer 1946 bis November 1948 Einsatz im Straflager "Zum Stauwerk" in der
Châteauneuf-s.-Isère (Südfrankreich).   Künstlerische Betätigung während
Gefangenschaft. Es entstehen mehrere Holz- und Steinskulpturen.
 
1948
November, Entlassung aus der französischen Gefangenschaft.
 
9. Oktober 1951
Eintritt als Student an die Akademie der Bildenden Künste Nürnberg für das
(1951–1957), die damals auf Schloss Ellingen ausgelagert war. Stipendium
Studium der Bildhauerei bei Professor Hans Wimmer.
 
1957
20. Juli, Abschluss des Bildhauerstudiums an der Akademie der Bildenden
Künste in Nürnberg.
 
Ab 1958
als selbständiger Bildhauer in Nürnberg tätig.
 
1960-1966
Tätigkeit als Restaurator im Auftrag des Germanischen Nationalmuseums
Nürnberg. Restaurationsarbeiten: Rathaus (Wolff’scher Bau), Nürnberg;
Kirchenväteraltar der evangelischen Kirche in Hersbruck; Jacobskirche,
Nürnberg; St. Jobst, Nürnberg; Dreieinigkeitskirche, Nürnberg; Barockfassade
Adlerstraße 21, Nürnberg und andere.
 
1965-1970
Gesangstudium und Fonetik, Studio Robert Wippenbeck in Nürnberg,
Oper und Lied.
 
1970/1971
Mitte 1970 bis Mitte Februar 1971, dreimonatiger Aufenthalt in New York:
Einzelausstellung in der Galerie Internationale in Manhattan und im
Goethe-Haus New York.
 
1973-1978
Gründung, Planung und Aufbau des Bereiches Plastisches Gestalten an der
Staatlichen Fachoberschule in Nürnberg einschließlich Lehrtätigkeit.
 
1974-1998
Vorsitzender des Kulturzentrums der Künstlervereinigung Erlenstegen in
Nürnberg: Bildende Kunst und Literatur. Lehrer der freien Bildhauerklasse:
Aktzeichnen und Anatomie.
 
1978-1981
Hauptamtlicher Lehrer an der Holzbildhauerschule in Bischofsheim an der
Rhön (Unterfranken).
 
1980-1981
Hauptamtlicher Fachlehrer für Kreatives Gestalten. Gründung, Planung und
Aufbau des Bereiches für kreatives Gestalten an der Staatlichen
Berufsschule Mellrichstadt (Unterfranken), Landessprengel für
Holzbildhauer und Drechsler.
 
1981-1982
Hauptamtlicher Fachlehrer für Gestaltung an der Staatlichen Fachoberschule
Weiden in der Oberpfalz.
 
1983-2000
Fachlehrer für plastisches Gestalten an der Staatlichen Fachoberschule
in Nürnberg.
 
1988-2004
Dozent an der Georg-Simon-Ohm-Fachhochschule in Nürnberg im
Fachbereich Architektur für Plastische Kunstgeschichte, Aktstudium und
Anatomie.
 
1998
Publikation einer Monografie über sein Lebenswerk: „Walter Ibscher.
Bildhauer und Grafiker“. Herausgegeben von Claus Pese, Nürnberg.
 
2000
Publikation des Buches „Flucht und Vertreibung. Kaltnadelradierungen von
Walter Ibscher“. Herausgeben vom Haus der Heimat e.V., Nürnberg.
 
2003
Stiftung einer Bronze-Plastik an die Landesgewerbeanstalt Bayern in
Nürnberg: „Die Erde“ (1980, Bronze, ø 55 cm).
 
15. Juli 2004
Auszeichnung mit dem Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der
  Bundesrepublik Deutschland.